Ob Bewerbung nach Paris, Urlaubsgruß an die Gastfamilie oder Hausaufgabe: Französisch ohne é, è, ç oder œ sieht schnell seltsam aus. Die gute Nachricht: Auf jedem Gerät gibt es mindestens einen bequemen Weg. Wenn es ganz schnell gehen muss, klick einfach auf das gewünschte Zeichen – es landet sofort in deiner Zwischenablage.
Klick auf ein Zeichen kopiert es in die Zwischenablage:
Windows
Die deutsche Tastatur kann schon einiges
Viele wissen es nicht: Die Akzente Akut, Gravis und Zirkumflex sind auf der deutschen Tastatur bereits vorhanden – als sogenannte Tottasten. Du drückst zuerst den Akzent, dann den Buchstaben:
- é: ´ (Taste rechts neben dem ß), dann e
- è: Umschalt+´, dann e
- ê: ^ (links neben der 1), dann e
Das klappt genauso mit a, i, o und u – und mit Großbuchstaben. Für ç, ë, ï, ÿ, œ und die Guillemets « » braucht es aber einen anderen Weg.
Alt-Codes
Halte die Alt-Taste gedrückt, tippe auf dem Ziffernblock eine 0 und die dreistellige Zahl und lass Alt los. Beispiel: Alt+0231 ergibt ç. Wichtig: Die Num-Taste muss aktiv sein, und die Zahlenreihe über den Buchstaben funktioniert nicht. Auf vielen Laptops ohne Ziffernblock fallen Alt-Codes deshalb aus. Alle Codes findest du in der Tabelle weiter unten.
Emoji- und Symbolfenster: Win + .
Mit Windows+. (Punkt) öffnet sich das Emoji-Fenster. Unter dem Reiter für Symbole (Ω) findest du auch lateinische Buchstaben mit Akzenten – ideal für Laptops, wenn du nur ab und zu ein Zeichen brauchst.
Tastaturlayout „US-International“
Wer viel Französisch schreibt, kann in den Windows-Einstellungen unter Zeit und Sprache → Sprache und Region zusätzlich das Layout Englisch (USA) – International hinzufügen. Dort werden ’ “ ` ^ und ~ zu Tottasten: ‘ + e = é, “ + e = ë, ’ + c = ç. Für ein normales Anführungszeichen tippst du danach die Leertaste. Achtung: Das Layout folgt der amerikanischen Tastenbelegung, Y und Z sind also vertauscht. Zwischen den Layouts wechselst du mit Windows+Leertaste.
Extra-Tipp für Word und Outlook
In Word gibt es eigene Kurzbefehle, etwa Strg+, und dann c für ç oder Strg+Umschalt+& und dann o für œ. Sie sind für die US-Tastatur gedacht und auf deutschen Tastaturen etwas fummelig. Praktischer ist der Unicode-Trick: Hex-Code eintippen (z. B. 0153) und direkt danach Alt+X drücken – schon wird daraus œ.
macOS
Am einfachsten: Buchstabentaste gedrückt halten. Nach kurzer Zeit erscheint ein kleines Menü mit allen Varianten, darunter Ziffern. Halte also etwa e gedrückt und drücke dann die Zahl unter dem é.
Auf der deutschen Mac-Tastatur gibt es außerdem feste Kombinationen mit der Wahltaste (⌥):
- ç: ⌥+C
- œ: ⌥+Ö
- æ: ⌥+Ä
- Trema (ë, ï, ÿ): ⌥+U, dann den Buchstaben
Mit zusätzlicher Umschalt-Taste entstehen die Großbuchstaben. Wo welche Zeichen liegen, zeigt dir die Tastaturübersicht: Du aktivierst sie in den Systemeinstellungen unter Tastatur → Eingabequellen. Hältst du dann ⌥ gedrückt, siehst du alle Sonderzeichen auf einen Blick – auch die Guillemets.
Linux
Unter Linux ist die Compose-Taste der Klassiker. In GNOME legst du sie unter Einstellungen → Tastatur → Compose-Taste fest, zum Beispiel auf die rechte Alt-Taste. Danach tippst du nacheinander:
- Compose ’ e → é, Compose ` e → è, Compose ^ e → ê
- Compose “ e → ë, Compose , c → ç
- Compose o e → œ, Compose a e → æ
- Compose < < → «, Compose > > → »
Alternativ funktioniert in vielen Programmen Strg+Umschalt+U, gefolgt vom Unicode-Wert (z. B. e9 für é) und der Leertaste.
iPhone, iPad und Android
Auf dem Smartphone ist es am leichtesten: Buchstaben gedrückt halten, zum gewünschten Zeichen wischen, loslassen. Das klappt auf dem iPhone ebenso wie mit Gboard und den meisten anderen Android-Tastaturen. Wer öfter Französisch schreibt, fügt in den Einstellungen zusätzlich eine französische Tastatur hinzu: Dann klappt auch die Autokorrektur auf Französisch, und du wechselst per Globus-Taste zwischen den Sprachen.
Alle Alt-Codes auf einen Blick
Die Alt-Codes gelten für Windows (Zeichensatz Windows-1252, immer mit führender 0 eingeben). Auch hier kannst du jedes Zeichen per Klick kopieren:
| Zeichen | Alt-Code (Windows) | Unicode | HTML | Beschreibung |
|---|---|---|---|---|
| Alt+0233 | U+00E9 | é | klein: e mit Akut (accent aigu) | |
| Alt+0201 | U+00C9 | É | groß: e mit Akut (accent aigu) | |
| Alt+0232 | U+00E8 | è | klein: e mit Gravis (accent grave) | |
| Alt+0200 | U+00C8 | È | groß: e mit Gravis (accent grave) | |
| Alt+0234 | U+00EA | ê | klein: e mit Zirkumflex (accent circonflexe) | |
| Alt+0202 | U+00CA | Ê | groß: e mit Zirkumflex (accent circonflexe) | |
| Alt+0235 | U+00EB | ë | klein: e mit Trema (tréma) | |
| Alt+0203 | U+00CB | Ë | groß: e mit Trema (tréma) | |
| Alt+0224 | U+00E0 | à | klein: a mit Gravis | |
| Alt+0192 | U+00C0 | À | groß: a mit Gravis | |
| Alt+0226 | U+00E2 | â | klein: a mit Zirkumflex | |
| Alt+0194 | U+00C2 | Â | groß: a mit Zirkumflex | |
| Alt+0231 | U+00E7 | ç | klein: c mit Cedille (cédille) | |
| Alt+0199 | U+00C7 | Ç | groß: c mit Cedille (cédille) | |
| Alt+0238 | U+00EE | î | klein: i mit Zirkumflex | |
| Alt+0206 | U+00CE | Î | groß: i mit Zirkumflex | |
| Alt+0239 | U+00EF | ï | klein: i mit Trema | |
| Alt+0207 | U+00CF | Ï | groß: i mit Trema | |
| Alt+0244 | U+00F4 | ô | klein: o mit Zirkumflex | |
| Alt+0212 | U+00D4 | Ô | groß: o mit Zirkumflex | |
| Alt+0249 | U+00F9 | ù | klein: u mit Gravis | |
| Alt+0217 | U+00D9 | Ù | groß: u mit Gravis | |
| Alt+0251 | U+00FB | û | klein: u mit Zirkumflex | |
| Alt+0219 | U+00DB | Û | groß: u mit Zirkumflex | |
| Alt+0252 | U+00FC | ü | klein: u mit Trema | |
| Alt+0220 | U+00DC | Ü | groß: u mit Trema | |
| Alt+0255 | U+00FF | ÿ | klein: y mit Trema | |
| Alt+0159 | U+0178 | Ÿ | groß: y mit Trema | |
| Alt+0156 | U+0153 | œ | klein: Ligatur o + e (e dans l’o) | |
| Alt+0140 | U+0152 | Œ | groß: Ligatur o + e (e dans l’o) | |
| Alt+0230 | U+00E6 | æ | klein: Ligatur a + e (e dans l’a) | |
| Alt+0198 | U+00C6 | Æ | groß: Ligatur a + e (e dans l’a) | |
| Alt+0171 | U+00AB | « | Guillemet links (öffnend) | |
| Alt+0187 | U+00BB | » | Guillemet rechts (schließend) |
Vielleicht kennst du noch kürzere Codes ohne die 0, etwa Alt+135 für ç. Die stammen aus dem alten DOS-Zeichensatz und funktionieren oft auch. Für œ, Œ und Ÿ gibt es dort aber keinen Code, deshalb ist die Variante mit 0 die verlässlichere.
Kleiner Typo-Tipp: Guillemets
Im Französischen stehen die Anführungszeichen « so » – mit den Spitzen nach außen und einem schmalen Leerzeichen innen. Im Deutschen ist es meist umgekehrt: »so«. Und noch ein Detail: Auch Großbuchstaben behalten im Französischen ihre Akzente, also École statt Ecole.
Quellen
- Microsoft Support: Tastenkombinationen zum Hinzufügen von Sprachakzent-Markierungen in Word
- Microsoft Support: How to use the United States-International keyboard layout in Windows 11
- Microsoft Support: Tastenkombinationen in Windows
- Apple Support: Zeichen mit Akzenten auf dem Mac eingeben
- Apple Support: Tastaturübersicht auf dem Mac verwenden
- Apple Support: Mit der Bildschirmtastatur auf dem iPhone schreiben
- Gboard-Hilfe: Tastatur verwenden
- GNOME Hilfe: Sonderzeichen eingeben




